Sollte man alleine oder in einer Gruppe laufen?

11 Juli, 2020
Soll ich alleine oder in einer Gruppe laufen? Eine schwierige Frage, die sich jedem stellt, der mit dem Lauftraining beginnt. Wir betrachten heute die Vor- und Nachteile beider Optionen.

Soll ich alleine oder in einer Gruppe laufen? Es scheint eine einfache Frage zu sein, die aber große Auswirkungen hat. Obwohl viele Experten vorschlagen, beide Optionen zu kombinieren, gibt es Sportler, die lieber alleine trainieren. Gleichermaßen gibt es Menschen, die beim Laufen soziale Kontakte knüpfen möchten und gerne im Team aktiv sind.

Die Entscheidung darüber, ob du alleine oder in einer Gruppe laufen solltest, hängt hauptsächlich von deinen persönlichen Vorlieben ab. Allerdings gibt es noch weitere Faktoren, die Einfluss darauf haben können. Zu diesen Überlegungen gehören beispielsweise dein Zeitplan, die dir für das Training zur Verfügung stehende Zeit und dein physischer Zustand. Zusätzlich kann die Entscheidung durch die Art der Routine, das Ziel des Trainings und den Standort beeinflusst werden.

Es gibt Leute, die nicht alleine laufen, weil sie es für langweilig halten. Aber es gibt auch diejenigen, die in Gruppen laufen und am Ende ihre eigenen Grenzen überschreiten. Daher ist es ratsam, dass du deinen eigenen Fitnesslevel bewertest, bevor du dich für eine Option entscheidest.

Obwohl beide Varianten Vorteile bieten, solltest du genau überlegen, wie du durch das Training für dich die besten Ergebnisse erzielen kannst.

Warum in einer Gruppe laufen?

Die Möglichkeit andere Leute kennenzulernen, ist vielleicht einer der größten Vorteile des Laufens in einer Gruppe. Der Athlet fühlt sich als Teil eines Teams, was wiederum mehr Wohlbefinden und Vertrauen schafft. Wenn eine Gruppe gemeinsame Erfolge erzielt, kann das die Kameradschaft und die Ausdauer fördern.

Im Wesentlichen kann der Läufer seinen sozialen Kreis vergrößern und Zeit mit Personen verbringen, die die gleichen Interessen haben. Du kannst wichtige soziale Bindungen aufbauen, lernen, bestimmte Regeln zu befolgen und Werte wie Respekt, Solidarität und Verantwortung stärken.

Aber nicht nur das, es gibt noch weitere Vorteile:

  • Geringere Gefährdung. Wenn du in einer Gruppe läufst, ist immer jemand bei dir, falls du ein Problem bekommen solltest. Ein Sturz, Dehydratation oder Schwindel können immer wieder beim Training auftreten. Beim Lauftraining in der Gruppe wirst du umgehend Hilfe bekommen.
  • Wissen. Für diejenigen, die gerade erst mit dem Laufen beginnen, ist es unerlässlich, einen Trainingspartner mit Erfahrung zu haben. Das gibt dir Sicherheit und verringert außerdem das Risiko, dass du Fehler machst: vom Weg abkommen, ungeeignetes Schuhwerk tragen oder die falsche Lauftechnik.
  • Motivation. In einer Gruppe zu laufen gibt dir zusätzliche Motivation. Wenn du mit anderen gemeinsam läufst, kann dir das zusätzliche Kraft und Energie verleihen. Da der  Mensch wettbewerbsorientiert ist, wirst du im Team möglicherweise bessere Ergebnisse erzielen.

Fünf Vorteile, alleine zu laufen

Alleine laufen

Allerdings gibt es auch zahlreiche Gründe, warum einige Läufer alleine trainieren. Du kannst die Strecke, den Zeitplan und dein eigenes Tempo bestimmen. Wenn du wenig freie Zeit hast, ohne besonderes Ziel laufen möchtest oder einfach gerne alleine Sport treibst, dann ist das für dich die beste Option.

Darüber hinaus gibt es noch verschiedene weitere Vorteile:

  • Rücksichtnahme. Den eigenen Rhythmus findet man leichter, wenn man alleine ist. Wenn du alleine läufst, ist es nicht notwendig, deine Geschwindigkeit zu verringern oder zu erhöhen oder deine Route basierend auf dem Feedback anderer zu ändern.
  • Konzentration. Wenn du alleine läufst, kannst du dich auf dich selbst konzentrieren. Das bedeutet nicht, dass du nicht manchmal mit jemandem zusammen laufen willst. Es bedeutet, dass du die Einsamkeit nutzen kannst, um deine Gedanken, Gefühle und Ereignisse des Tages zu sortieren.
  • Einflüsse. Insbesondere für Anfänger kann die Entscheidung, alleine oder in einer Gruppe zu laufen, den Erwartungswert festlegen. Alleine zu laufen bedeutet, dass du dich nicht unter Druck gesetzt fühlst, mit deinen Kollegen Schritt zu halten, die mehr Erfahrung haben und sich in einer besseren körperlichen Verfassung befinden. Du kannst Schritt für Schritt an deinen eigenen Zielen arbeiten und entsprechend deiner persönlichen Fähigkeiten trainieren.
  • Zeitpläne. Du kannst deine Routine in deinen Kalender integrieren. Wenn du dich daran gewöhnt hast, alleine zu laufen, wirst du dich nicht entmutigt fühlen, wenn du dich zu bestimmten Zeiten nicht mit anderen treffen kannst.
  • Erholung. Wenn du dich von einer kürzlich erlittenen Verletzung erholst, ist es wichtig, dass du dein Training ohne einen Laufpartner wieder aufnimmst. Auf diese Weise wirst du dich nicht gezwungen fühlen, dem Rhythmus des anderen Läufers zu folgen.

Die Entscheidung, alleine oder in einer Gruppe zu laufen

Die Entscheidung, alleine oder in einer Gruppe zu laufen, ist sehr persönlich. Es kommt darauf an, ob du Stress abbauen, Gewicht verlieren oder an Wettbewerben teilnehmen willst. Du solltest auch in Betracht ziehen, wann du mit dem Laufen begonnen hast. Darüber hinaus kann es vorteilhaft sein, deine Laufroutine zu variieren.

In einer Gruppe laufen

Allerdings gibt es bei beiden Varianten auch einige Nachteile:

  • Alleine zu laufen kann langweilig und einsam sein.
  • Wenn du alleine bist, verlierst du schneller die Motivation. Es gibt keinen Wettbewerb.
  • Wenn du keine Erfahrung hast, ist das Verletzungsrisiko durch eine falsche Laufechnik höher, weil dich niemand korrigieren kann.
  • Außerdem scheint auch die Ausdauer geringer zu sein, wenn du alleine läufst. Möglicherweise beendest du dein Training vorzeitig oder gibst schneller auf, wenn du keine Erfolge siehst.
  • Aber auch das Laufen in einer Gruppe birgt gewisse Risiken. Wenn du nicht auf dem gleichen Niveau wie deine Laufkollegen bist, solltest du dich nicht dem Tempo eines erfahrenen Läufers anschließen.
  • Das Reden während des Laufens in einer Gruppe stört die Konzentration. Besonders Anfänger vergessen dann häufig, richtig zu atmen und achten nicht genügend auf die Schrittlänge.
  • Wenn du in einer Gruppe läufst, ist es manchmal schwierig, Zeitpläne zu koordinieren, was demotivierend sein kann.