Entwässern: So beseitigst du Wassereinlagerungen

20 November, 2020
Dein Körper reagiert auf unterschiedliche Weise, je nachdem, wie du ihn pflegst und welchen Situationen du ihn aussetzt. Wassereinlagerungen - in der Fachsprache als Ödem bekannt - bedeuten die Ansammlung von Flüssigkeit in den Geweben und Hohlräumen des Körpers. Wir sagen dir heute, wie du diese Wasseransammlungen im Körper beseitigen kannst.

Wassereinlagerungen sind ein sehr häufig vorkommendes Problem. Obwohl sie manchmal mit einer Gewichtszunahme verwechselt werden, sind sie in Wirklichkeit das Produkt anderer Faktoren. In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Beine und deinen Bauch entwässern kannst.

Wasser macht 50 Prozent des Körpergewichts bei Frauen und 60 Prozent bei Männern aus und ist für die reibungslose Funktion des Körpers von entscheidender Bedeutung. Der Körper hat verschiedene Organe, die als Systeme zusammenarbeiten und für die Regulierung und den Ausgleich des Wasserspiegels im Körpers verantwortlich sind. Wenn diese Systeme nicht richtig funktionieren, hält der Körper Wasser zurück. Im Folgenden stellen wir dir einige Tipps zum Entwässern vor, die bei der Beseitigung der Wassereinlagerungen helfen können.

Wassereinlagerungen: Welche Ursachen haben sie?

Bevor wir auf die Tipps zum Entwässern eingehen, ist es zunächst wichtig, die Ursachen für Wassereinlagerungen zu kennen. Dies wird dir ein besseres Verständnis dafür geben, wie du ein Ödem (auch Wassersucht genannt) vermeiden kannst. Die Ursachen für Wassereinlagerungen sind folgende:

  • Ein sitzender Lebensstil: Körperliche Aktivität fördert die Durchblutung, insbesondere in den Venen, die die Beine mit dem Herzen verbinden. Wenn es an der richtigen Durchblutung mangelt, wird sich der gesamte Druck in den Beinen stauen, was wiederum den Wasserdurchfluss erschwert. Erfahre hier, wie du einen sitzenden Lebensstil vermeiden kannst.
  • Schlechte Ernährung: übermäßiger Salzkonsum.
  • Herz- oder Nierenprobleme.
  • Hormonelle Veränderungen: Bei Frauen kann dies auf eine Schwangerschaft oder die Monatsblutung zurückzuführen sein.
  • Arzneimittelkonsum: Die Nebenwirkung einiger Medikamente sind Wassereinlagerungen.
  • Langes Stehen oder Sitzen.
Bauch und Beine sind schwieriger zu entwässern, als die Füße

Beine und Bauch entwässern: So beseitigst du Wassereinlagerungen

Wassereinlagerungen treten hauptsächlich in den Füßen auf. Sie beschränken sich aber nicht auf diesen Bereich und können daher auch andere Körperteile betreffen. Zu diesen zählen beispielsweise die Beine und der Bauch. Diese Bereiche sind etwas kompliziert zu entwässern, aber dennoch ist es möglich. Befolge einfach die nachfolgenden Ratschläge, um dich an gesunden Beinen und einem gesunden Bauch zu erfreuen.

Führe Herz-Kreislauf-Übungen durch

Das Herz-Kreislauf-Training, auch Cardio genannt, besteht aus Übungen, die die Durchblutung fördern. Die Herz-Kreislauf-Übungen helfen dir nicht nur beim Abnehmen, sondern verhindern auch, dass sich übermäßig viel Flüssigkeit im Bauch und in den Beinen ansammelt.

Dies macht Cardio zu einer äußerst wirksamen Methode, um deinen Körper zu entwässern, weshalb du diese Übungen zu einer Priorität machen solltest. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Herz-Kreislauf-Übungen in deine Routine einzubeziehen, wie zum Beispiel LISS-Training, HIIT oder Zumba-Fitness.

Vermeide das Tragen enger Kleidung

Denke daran, dass der Körper eine ungehinderte und flüssige Durchblutung haben muss. Selbst wenn du eine gesunde Durchblutung hast, gibt es dennoch andere Faktoren, die sie beeinflussen können, wie zum Beispiel enge Kleidung. Egal ob Hosen, Gürtel, Socken, Unterwäsche oder etwas anderes – alles, was einen übermäßigen Druck auf den Körper ausübt, behindert die Durchblutung und verursacht dadurch Wassereinlagerungen.

Achte auf eine gesunde Ernährung, um deinen Körper zu entwässern

Achte auf eine gesunde Ernährung, die viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte enthält. Vermeide gleichzeitig den Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln und jenen, die einen hohen Natriumgehalt aufweisen. Versuche außerdem beim Kochen so wenig Salz wie möglich zu verwenden. Je mehr Salz du konsumierst, desto mehr Wasser behältst du zurück.

Darüber hinaus kannst du deinen Mahlzeiten gelegentlich Ananas und Gurke hinzufügen. Diese Lebensmittel haben entzündungshemmende Eigenschaften, die dazu beitragen, die Wassereinlagerungen zu verringern.

Um Wassereinlagerungen zu bekämpfen, kannst du hin und wieder Gurke und Ananas essen

Halte deine Beine hoch

Das Anheben der Beine etwa zweimal täglich fördert die Durchblutung und den Flüssigkeitshaushalt des Körpers. Du kannst das Anheben der Beine auch mit leichten Massagen ergänzen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Massagen nur dann durchgeführt werden sollten, wenn sie keine Schmerzen verursachen. Falls dies der Fall ist, warte am besten so lange, bis sich die Durchblutung verbessert hat und die Schwellung zurückgeht.

Denke immer daran, dass Wassereinlagerungen keine Krankheit sind; sie sind vielmehr ein Zeichen für andere Krankheiten. Das bedeutet aber nicht, dass du möglicherweise an einer ernsthaften Erkrankung leidest. Wassereinlagerungen können jedoch als Warnsignal dafür dienen, dass du anfällig für eine Krankheit sein könntest, wenn du deine Gewohnheiten nicht verbesserst.

Aus diesem Grund solltest du diese Tipps zum Entwässern befolgen, auch wenn du nur minimale Wassereinlagerungen hast oder sogar dann, wenn du bisher keine Anzeichen hast. Unsere Tipps können sich als nützliche Maßnahme zur Vorbeugung von Wassereinlagerungen erweisen. Und ein gesunder Körper ist gleichbedeutend mit einem glücklicheren Leben!